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ALBENKRITIKEN
Seite 17 mit den Alben

Dirty Diamonds (2005)   *   Along Came A Spider (2008)

Cover

Von: chucky

BCE

Am: 10.07.2005


Punktwertung: 5,5
Kommentar zum Album: Nach Alben wie "Brutal Planet" oder "Dragontown" hätte wohl niemand mit so einem Album gerechnet. Stilistisch völlig anders und eher am Vorgänger "The Eyes of..." angelehnt überzeugt mich das Album seit "The last Temptation" am wenigsten. Schade, aber Songs wie "Pretty Ballerina" oder "Zombie Dance" hätte es nicht gebraucht und die KLangqualität ist auch auch eher unterdurchschnittlich. Es bleibt zu hoffen, dass Alice auf dem nächsten Album wieder härter zur Sache geht, der Bonus Track "Stand" zeigt, dass er es kann und immer noch will!!!!
Anspieltipp: Stand, Sunset Babies, Own worst enemy
Mein Eindruck: Durchschnittliches Album
 


Von: Gerhard

BCE

Am: 10.07.2005


Punktwertung: 9,0
Kommentar zum Album: Grosse Erwartungen wurden in den “Eyes”-Nachfolger gesetzt. Zu grosse Erwartungen. “Dirty Diamonds” setzt den Stil der 70’er fort, wartet jedoch mit klarerem Sound als sein Vorgänger auf. Von den insgesamt zwölf Songs hat man den Eindruck ebenso viele verschiedene Stile zu hören. Unterschiedlicher waren noch keine Songs auf einem Alice-Album. Die Mischung aus rockigen Sounds und sanften Balladen ist durchaus gelungen. Das ganze Album hätte aber noch einen Schuss an “Härte” vertragen können. Die Scheibe kann überzeugen, eine Höchstbewertung verhindert allerdings die Tatsache, dass es keinen Song an Board hat, der ein All-Time-Hit werden könnte.
Anspieltipp: Perfect, You Make Me Wanna, Sunset Babies,
Mein Eindruck: Empfehlenswert
 


Von: Timur

BCE

Am: 12.07.2005


Punktwertung: 9,5
Kommentar zum Album: Für mich ist Dirty Diamonds mal wieder ein Volltreffer. Klarer produziert als der Vorgänger "The Eyes of Alice Cooper", stilistisch facettenreicher und eigentlich ohne schwache Songs, ist Alice 2005 zu Hochform aufgelaufen. Ein kleines Minus gibt es für den Bonustrack "Stand", der zwar für sich alleine genommen ganz gut ist, im Kontext des Albums aber nicht passt. Mein Highlight: das moderne Run Down The Devil, das an Brutal Planet-Zeiten erinnert, oder der Titeltrack, der mit einem Black Sabbath-Riff und James-Bond-mäßigen Melodien begeistern kann. Auch die Balladen wie Pretty Ballerina oder Six Hours können überzeugen, sind sie doch mal was anderes als ein weiteres Every Woman Has A Name. Dieses Album sollte man im Schrank stehen haben!
Anspieltipp: Run Down The Devil, Dirty Diamonds, Sunset Babies (All Got Rabies)
Mein Eindruck: Absolute Empfehlung
 

Von: Ralf

BCE

Am: 15.07.2005


Punktwertung: 9,0
Kommentar zum Album: Beim erten Anhören dachte ich mir, das muss jetzt nicht sein,  ich habe was Besseres erwartet. Nach mehrmaligem Hören muss ich jedoch  sagen, dass, wenn man die ersten vier Lieder überspringt, man hier ein  geniales Album hat.
Anspieltipp: Pretty Ballerina, Six Hours, Zombie Dance
Mein Eindruck: Absolute Empfehlung
 


Von: Thorsten

BCE

Am: 04.09.2006


Punktwertung: 6,5
Kommentar zum Album: Wieder Retro aber schwächer als sein Vorgänger. Etwas lasche Produktion. ist nicht ganz mein Geschmack.
Anspieltipp: Woman of mass distraction, Dirty Diamonds, Sunset Babies
Mein Eindruck: Durchschnittliches Album
 

  

 

alb-acas

Von: Gerhard

BCE

Am: 18.08.2008


Punktwertung: 9,5
Kommentar zum Album: Lange mussten die Fans auf dieses Album warten - aber es hat sich gelohnt. Das Konzeptalbum um den Serienmörder ‘Spider’ kommt zwar nicht so düster wie das vorab im Internet präsentierte ‘Vengeance Is Mine’, kann aber trotzdem mit gut gemachten, und deutlich besser produzierten Songs als bei ‘The Eyes Of Alice Cooper’ überzeugen. Ob gewollt, oder nicht, immer wieder kommt das Gefühl auf, dass manche Songs an frühere Stücke von Alice und auch an andere Bands erinnern. Mit jedem Hören kann man hier wieder das eine oder andere entdecken. Das mit rund 45 Minuten recht kurzweilige Album sollte man sich am Stück anhören. Die zwei weiteren Bonussongs - welche über iTunes angeboten werden - und ‘Salvation’ unplugged hätten durchaus noch aufs Album gehört. Einziger Wermutstropfen des Albums, es fehlt der grosse Hit.
Anspieltipp: Vengeance Is Mine, The One That Got Away, Salvation
Mein Eindruck: Empfehlenswert
 


Von: Sandra

BCE

Am: 07.09.2008


Punktwertung: 10,0
Kommentar zum Album: Ich bin nun über 1989 Alice Cooper Fan und das ist das beste was er seit Jahren raus gebracht hat. Nachdem mir die letzten 3 Alben so fast garnicht gefallen haben, bin ich total begeistert von diesem Album. Der Meister ist wieder da!!!
Es sind sowohl neue Facetten von ihm und der Band zu hören, aber trotzdem ist auch Alice raus zu hören!
Anspieltipp: Wake the Dead, Salvation, I am the Spider
Mein Eindruck: Absolute Empfehlung
 

Von: Marc (Darc-Marc)

BCE

Am: 19.10.2008


Punktwertung: 8,0
Kommentar zum Album: Auch wenn "Along Came A Spider" - als direktes Nachfolgealbum - nicht mit meinem Favouriten "Dirty Diamonds" mithalten kann, so ist Alice doch wieder ein starkes Album gelungen. Man muss es sich aber definitiv mehrmals anhören. Viele Songs verfügen über einen starken Groove-Faktor, so z. B. mein persönlicher Anspieltipp "Wake The Dead". Desweiteren sollte man auch nicht die interessante Horror-Story (mit genialem Ende!) dieses Konzeptalbums unerwähnt lassen. Gutes Album!
Anspieltipp: Wake The Dead, Vengeance Is Mine, Wrapped In Silk
Mein Eindruck: Empfehlenswert
 

  

Von: Melanie

BCE

Am: 25.01.2009


Punktwertung: 10,0
Kommentar zum Album: „ALONG CAME A SPIDER“, die aktuelle Alice Cooper-Scheibe ist jetzt das 25. Studioalbum vom Altmeister des US-Horrorrock. Gespickt mit theatralischen und glamourösen Effekten bringt er es fertig, klassischen Hardrock frisch und klischeefrei klingen zu lassen - und nicht zuletzt durch seine besonders starke Performance, bei der er im Gewand eines psychopathischen Killers unterwegs ist – als was denn auch sonst? ;-)
Waren auf den letzten zwei Alben EoAC und DD schon gute Rocksongs zu hören, so kommt Alice nun wieder mit einem Konzeptalbum und mit ACAS unter Beweis stellt, daß er ein ...nein, sogar der Meister auf diesem Gebiet ist. Kompositorisch behält Cooper den Weg „back to the roots“ zwar bei, doch im Gegensatz zu den letzten beiden Realizes präsentiert er sein Retro-Songwriting in Zusammenarbeit mit Danny Saber und Greg Hampton diesmal in einer etwas moderneren, akustisch frischeren Produktion.

Mit einem geschickt in Szene gesetzten Prolog „We found his diary today. He wrote ... great detail. How clevery he planed all of the killings. How precisely he actuated his insane fantasies. He‘s all so perfect, exept for one thing, one thing, one thing, one thing, one thing!“ beginnt die Geschichte, die Alice uns in herrlich cooperschen Manier auf seinem Album erzählt. Eine etwas schräge, skurrile Horror-Love-Story, bei der jeder der elf Songs thematisch für einen Tagebucheintrag des Serienkillers Spider steht und sich Dank Coopers unerschöpflichen Einfallsreichtum und seinem Hang zur Dramaturgie in aller Breite entfaltet. Der Killer Spider, raffiniert und heimtückisch, hält sich zunächst für unbesiegbar, verstrickt sich aber angesichts seines letzten achten Opfers dann doch in innere Konflikte, denn er verliebt sich und bringt es nicht übers Herz, sie zu töten, sondern läßt sie gehen.

„I know where you live“, ein teilweise etwas sperriger, aber cooler Opener, der rockt und mit den schön skurrilen Backinggesängen im The Who- und Zappa-Style im Ohr bleibt. Bei „Vengeance is mine“ kommen mit dem düster schweren Sound sofort Erinnerungen an BP hoch, während Gitarrenheld Slash (G‘nR, Velvet Revolver) bei seinem Gastauftritt neben den kleinen Jimi Hendrix‘ „Voodoo Child“ -Zitaten ein slashy-typisch cooles Solo runterreißt.

Für eine echte Überraschung sorgt dann der nächste Track „Wake the Dead“, eine modern-frische psychidelic-Rocknummer. Co-Autor ist hier kein Geringerer als das Birminghamer Nebelhorn Ozzy Osbourne, der auch die Harp auf dieser, mit ungewohnt tanzbarem Groove daherkommende Nummer einspielt. Den Bass-Part hätte auch der gute alte Dennis bringen können. Yeah, das kommt richtig gut!

„Catch me if you can“ – ein Killer läßt grüßen! Dieser Song ist Alice Cooper pur. In typisch zickiger Manier und mit schönen `catchy´ Gitarreneffects. „(In Touch with) your feminine Side“, ein locker solider Detroit-Rocker, von der Gitarrenarbeit, die stark an Ur-Cooper Sideman Glen Buxton erinnert, bishin zu den Stones entliehenen `Huhuhuh´s. „Wrapped in silk“ rockt! Geht voll ins Ohr und ins Blut. Coole Nummer!

Und da ist er wieder, der obligatorische Alice Cooper Balladensong „Killed by Love“. Diese Art von Song gehört wohl auf jede Cooper-Platte, hat etwas von FTI (How you gonna see me now) und GTH (I never cry) und geht voll durch, allein schon wegen seiner Hommage an John Lennon. Sehr schön!

„I‘m hungry “...yes, and here comes dinner! ;-) Fängt mit einem Stones-ähnlichem Riff an und geht dann cool, frech und bissig über die Bühne. Einziger Wermutstropfen ist dieses monotone „Gimme“, dafür aber wiederum läßt Alice mit seinen „huuuhuhu“‘s den Song nett ausklingen.

„The One that got away“, der Schlüsselsong zu der Geschichte, etwas schwerlastig und mit typischer Alice-Melodie, mittendrin ein kurzer Dialog zwischen „Spider“ (Alice) und seinem vermeintlich nächsten Opfer (Calico).

Mit „Salvation“ hat der Coop noch einen richtigen Gänsehautbringer dabei. Alice zieht hier alle Register – von Anspielungen der früheren Hitsingle „Hello Hooray“ über FTI bishin zu TLT. Dieser Song zeigt, daß der alte Haudegen nichts verlernt hat, es noch immer richtig gut drauf hat. Und dann dieses Saaaalvaaatiiion zum Schluß...wow, hey Alice! ;-)

Aber halt, da kommt noch etwas - nein, so leicht läßt der Meister uns nicht entkommen... und so jagt er uns mit „I am the Spider“ noch einmal einen wohligen Schauer über den Rücken.

Als krönenden Abschluß spricht Alice den Epilog zur ACAS-Story...mit einem unerwarteten Ende: Die ganze Story ist nur ein Hirngespinst von Steven, der von Alice in WTMN-Zeiten kreierten Charakter, der seit 28 Jahren in einem Irrenhaus einsitzt. Nichts davon ist wirklich passiert, das Tagebuch des Spiders existiert nur in Stevens Kopf.

„Well, they found my diary today, there a publicly a ... for a scary of eight victims. Can‘t are putting all together. Woman wrapped in silk with one leg missing. Eight legs, one body, silk spider, brilliant! We‘ve been in the self the 28 Years, Steven. We‘ve couldn‘t have done that horrible things. Yes, I know. I know what you always say: You trap, you kill, you eat. That‘s what the good spiders does. You trap, you kill, you eat. You trap,...you kill,...you eat.“ 

Along Came A Spider - wieder einmal ein Album mit vielen guten Einfällen und netten Überraschungen, ein weiteres Ausrufezeichen in seiner Karriere, und es versprüht den düster-mystreiösen Rockcharm von Alice Cooper in seinen besten Zeiten. Ganz getreu dem Titel nach krabbeln sich die (leider nur) elf Songs wie lauter kleine Spinnen in die Gehörgänge und spinnen dort ein immer dichter werdendes Netz, in dem man langanhaltend hängen bleibt, und dazu führt, erneut auf `play´ zu drücken – spiel‘s ... nein, spinn‘s nochmal Alice! ;-)
Anspieltipp: sind (eigentlich das ganze Album! *gg*) Wake the Dead, Wrapped in silk, I am the Spider
Mein Eindruck: Absolute Empfehlung
 

  

 

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