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Alice in Ferropolis am 17. Juni 2006
So gegen 17:00h vor Ferropolis angekommen, mußten wir vorne an der Landstraße unser Auto auf einem extra Parkplatz auf der Wiese parken und der werte Parkplatzwächter erklärte uns, wie wir zu der „Stadt aus Eisen“ hinkamen…etwa ´ne halbe Stunde Weg die Straße hoch oder mit’m kostenlosen Busshuttle, aber kaum Leute an der Haltestelle und der Bus sollte auch erst später kommen, wer weiß wann, also zogen wir drei den Fußweg vor und maschierten los…ab in die grüne Wallachei. Vor und hinter uns waren noch ein paar Leutchen ebenfalls auf dem Weg, während sich andere am Wegesrand eine Art Pavillon aufgebaut hatten und sich bei lauter Musik und ein paar Bierchen in Stimmung brachten, eh es zum Konzert ging. Weiter oben an einer Abzweigung der Straße (für Fußgänger/Radfahrer abgesperrt) ging es für uns Fußgänger rechts ab und über einem Feldweg parallel zur Straße weiter, wo es sogar noch’n kleinen Erfrischungsstand mit Getränken und Bratwürstchen an der Ecke gab, hihi, kurzer Stopp und dann ging’s wieder immer geradeaus. In der Ferne konnten wir schon und die ersten Riesenbagger und den Gremminer See erblicken. Je näher wir kamen, wurde uns die Größe des See‘s überhaupt erstmal bewußt, wow! Möchte nicht wissen, wie das vorher hier ausgesehen hat, als diese Monster-Maschinen noch ihr Werk hier getan haben...das muß ja eine riesengroße Bauwüste gewesen sein. Unglaublich! Ein Blick zum Himmel ließ uns Böses ahnen, so grau bedeckt wie der war. Angenehm warm war es ja, aber...na? Es wird doch wohl nicht… „Wär‘ ja schön, wenn die Sonne doch noch kommen würde – spätestens, bei Alice, hehe!“ grinste ich, wenn auch mit wenig Hoffnung. Naja - Abwarten! Endlich um den halben See herumgewandert, ging es kurz vor dem Gelände leicht bergauf, dann noch’n paar Meter und wir waren da. Rechts stand der sogenannte Absetzer auf Schienenfahrwerk „Medusa“ (Bj. 1959) in seiner ganzen Größe vor uns. Mächtig gewaltig, so’n riesen Teil von 1200 t, 36m Höhe, 102m Länge (+ 61m erweiterte Länge durch seinen Ausleger), vor sich zu haben. Am Eingang war, wie zu erwarten, bereits eine kleine Menschentraube versammelt, die nach und nach immer mehr Zuwachs bekam – und alles wartete nur auf den einen Moment – endlich rein! Und es regnete immer noch nicht! Vom Einlaß hier oben aus konnte man direkt auf die Bühne spähen, hinter der sich der nächste Koloß von einem Eimerkettenbagger auf Schienen auftürmte, der „Mad Max“, (Bj. 1962) 1250t schwer, 27,6m hoch und 79,2m lang. Immer wieder schaute ich mich nach bekannten Gesichtern um. Eine Menge Purple-Fans konnte man schon am Outfit erkennen, aber auch viele Cooper-Fans, doch, doch...wenn es auch vielleicht nicht unbedingt welche von Palerider waren. Hmm, von unseren Buddy‘s keine/r in Sicht? Keine Ansiras?? *g* „Belamcanda“, (vom Deep Purple-Forum zu uns Paleridern gestoßen) – cool, na, wenigstens eine! Lieben Gruß nochmal an dieser Stelle, falls sie das hier liest! ;-) Dann aber – 19:30h endlich DIE Erlösung…Kartenabriss, Taschenkontrolle, Abtasten und los ging´s zum schnellstmöglichen Sprint zur Bühne. Auf dem Weg dahin mußten wir aber alle erst noch die Stufen der Arena, die mit kleinen Geländern versehen waren im Slalomlauf bewältigen, aber das war ganz easy – unten angekommen, lief ich am „Mosquito“ vorbei, der diesem Insekt auch ziemlich ähnlich sah und direkt gegenüber von der Bühne platziert war: Ein Raupensäulenschwenkbagger auf Raupenfahrwerk (Bj. 1941, somit der Älteste von allen, soll aber noch voll funktionsfähig sein!), mit 792t Gewicht, Höhe 27,2m, Länge 67,1m – wer sich die Ferropolisseite mal angeschaut hat, kann sich ein ungefähres Bild von diesen riesigen Baumaschinen machen - vor ihm befand sich jedenfalls auch die PA. So, und endlich hatte ich bei Bühnenmitte zwischen erster und zweiter Reihe ein geeignetes Plätzchen gefunden...und wartete auf meine beiden Begleiter, die auch kurz danach auftauchten. Und hallo! Wen seh‘ ich denn da? Die zwei Ansiras! - direkt vor mir oder neben mir, wie man‘s nimmt! *gg* Also doch nicht ganz alleine! :-)) War schön, Euch getroffen zu haben! Auch an Euch nochmal viele liebe Grüße! ;-) Die Vorgruppe „Krypteria“ machte an dem Abend den Anfang und kitzelten mit ihrem Melodic-Gothikrock sogar die Sonne kurz heraus, wie gesagt leider kurz und auch nur ein bißchen – der Himmel zog sich wieder zu – oh oh, lag‘s an der schlechten Soundabstimmung? (Haben nämlich auch Leute gesagt, die weiter hinten standen) Sie waren aber trotzdem ganz nett…oder sollt’ ich sagen…niedlich? ;-) Was jetzt kam, war fast wie eine Prophezeiung. Kaum, daß die Umbaupause beendet war und die Jungs von Alice mit ihren Gitarren und Drumsticks...und mit weißen Masken auf der Bühne erschienen, kämpfte sich jemand oben am Himmel durch die dunkle Wolkendecke, drängte sie beiseite und – genau in dem Augenblick, als ALICE die Bühne betrat – jaaa, da war sie...die Sonne - bestrahlte uns und die Bühne in ihrem vollen Schein. Den Spotlights keine Chance! *g* Yeah, mit Alice kam die Sonne! Schöner kann man’s nicht sagen, oder? ;-)
Wie auch immer, die Show konnte beginnen! YES!!! Es ist immer wieder an- wie aufregend, Alice Cooper auftreten und rocken zu sehen! Allein, wenn er schon auftaucht, gerät das Publikum in Euphorie. Er schafft‘s doch immer wieder, na klar...ist ja schließlich auch DER MEISTER!!!;-P (Und wie Diana schon sagte, er sieht auch bei Tageslicht irre gut aus, das kann ich nur bestätigen!!!*schwärm*, *g*) Department Of Youth war wieder der Opener , Alice präsentierte sich uns in gewohnt frischer Manier und ansteckender Energie, als er gestenreich und gutgelaunt über die Bühne fegte, wofür er mit frenetischem Jubel unserseits empfangen und belohnt wurde. Damon Johnson hatte Ryan Roxie’s Platz als Leadguitarist eingenommen, der zur Zeit leider nicht dabei ist, wobei Damon dafür aber ein bißchen mehr aus sich herauszukommen schien als sonst…ein bißchen Show muß sein, gell! Kerri Kelly war dafür an seiner Stelle an der Rythmguitar, Chuck Garric wieder cool am Bass und sowohl auch Eric Singer volle Schlagkraft voraus an den Drums. Es war das gleiche Programm wie im Februar diesen Jahres, als Alice schon mal mit Deep Purple „On The Road“ war, und wer es von euch nicht sehen konnte, aber bei der Dirty Diamonds-Tour 2005 dabei war, muß sich das Ganze etwas kürzer vorstellen…halt ein paar Songs weniger (leider!) Und wer gar nicht da war...ja, weiß ich auch nicht – vielleicht die DVD „Live in Montreux“ kaufen?? ;-/ Und das nächste mal dabei sein, wenn‘s geht!! ;-) Hier jedenfalls die Setlist:
Department Of Youth – [We got the Power, yeah!] Zugaben: Poison – [Runnin’ thru my veins!]
Tja, ich sag’s nicht gerne, aber damit war Alice’ Show auch leider wieder zu Ende schaaade, schaade, schade! Obwohl Alice sich verabschiedet hatte, wollte ein großer Teil des Publikums nicht glauben, daß es doch schon vorbei sein sollte oder mußte und riefen immer noch nach ZUGABE, aber...leider kam da nichts mehr! Trotzdem war es sehr schön, Alice wieder gesehen zu haben ...und seine Jungs natürlich auch! Allerdings muß ich ehrlich gestehen, nichts gegen Kerri Kelly, aber ich habe Ryan Roxie doch vermißt. (Juuunge, komm bald wiiieder!!!*g*) Erstmal raus aus der Menge, noch war ja Umbaupause für DP und ich hatte noch genug Zeit, den Ort für kleine Mädchen und den Merchandise aufzusuchen. Es gab AC-Tücher mit neuem Motiv und von den Stringtangas gab’s auch noch ‘ne zweite Variation, nicht nur mit “Love it to death”, sondern auch mit “Woman of mass distraction”-Aufdruck. Und noch ein anderes AC T-Shirt Motiv ist mir aufgefallen, aber sonst war alles beim Alten. So, jetzt aber erstmal was zu trinken holen *Durst!hächel* . Auch wenn ich kein Purple-Fan bin, aber in so einem Doppelpackage wollte ich sie mir dann doch nicht entgehen lassen, hatte ich sie doch im Februar mit Alice Cooper schon erlebt und das ging gut ab! (Aber Alice gefällt mir trotzdem besser!!! ;-P) So hab ich mich dann, während DP schon am Start war, mit’ner Cola für unseren Fahrer und einem Bier für mich, vorsichtig durch die Menschenmenge gewuselt. Dachte, das schaff ich nie, aber ich hatte Glück und war bald wieder an meinem Platz angelangt. Musik- und Soundtechnisch waren sie echt gut, das muß man ihnen lassen, auch wenn zwischendurch etwas Langeweile aufkam...nicht nur bei mir..., aber von der Präsenz her weniger spektakulär. Ian Gillan konnte es scheinbar gar nicht glauben, wie das Publikum ihn und seine Band feierte, er freute sich in einer Tour...und zwar so sehr, daß es noch eine extra Zugabe gab. Bei Alice wär mir eine Extrazugabe lieber gewesen, und wie ich später von so einigen Konzertgängern hörte, denen ging es wohl genauso...und da waren auch Purple-Fans dabei, hehe! ;-) Gegen 23h war die Show dann endgültig zu Ende, ich verabschiedete mich noch von den beiden Ansiras (hoffe, Ihr seid gut nach Hause gekommen!?!) und die Menschen verteilten sich in der ganzen Arena. Wir drei schauten uns noch ein bischen um und als ich diesen Platz so im Abendlicht betrachtete (auch diese Riesenteile waren beleuchtet), dachte ich mir: Hier hätte Alice auch einen coolen Ort für sein “Brutal Planet”-Konzert gehabt!!
Zurück ging es dann aber mit einem der Busshuttle’s, die den Abend Hochkonjunktur hatten (lange nicht so überfüllte Busse gesehen!) im Dunkeln wollten wir jedenfalls nicht laufen. Auf der Fahrt in Richtung Heimat mußten wir uns dann Alice erstmal wieder ins Gedächtnis zurückrufen und hörten u .a. die Dirty Diamonds...und sorry, aber so war Deep Purple wieder so gut wie vergessen! ;-) “Alice, Du wirst doch hoffentlich bald wiederkommen!?! Du mußt wiederkommen!!!” ;-))) Melanie
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