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Mein Treffen mit Alice Cooper
Als bei meinem Freund auf einmal das Handy klingelte, hab ich mir dabei nichts weiter gedacht. Ich hörte nur wie er mit gleichgültiger Stimme sprach. Anschließend kam er dann zu mir und sagte:“ Hast du bei irgendeinem Gewinnspiel mitgemacht?“ Meine Hände gruben sich langsam in den Bezug der Couch. „Ja, hab ich...“ „Naja, da hab ich bei gewonnen!“ Ab da war das Geschrei groß und ich mußte erst einmal alles sagen, das ich Alice Cooper treffe (dabei hab ich Zebraemmerich und Skunky wohl auch bei einer hauseigenen Plantschparty in ihrer Badewanne gestört.. sorry nochmal!) Also, am 3. Dezember sollte es soweit sein, doch vorher war natürlich das Konzert in Essen angesagt. Kaum auf dem Gelände der Grugahalle angekommen, sah ich auch schon einige Buddys und drängelte mich erst mal zu ihnen durch. Wir schafften es sogar in die erste Reihe! Diana hatte sich entschlossen, eines der eigens für die Buddys angefertigten T-Shirts, durch mich an Alice weiterzugeben!! Nachdem wir alle auf dem Shirt unterschrieben hatten (Ich hab übrigens ein paar von euren Namen gefälscht, ich hoffe ihr nehmt mir das nicht krumm), fand der etwas unangenehme Teil an - das Warten! Aber ich hatte ja nette Gesellschaft und somit ging die Zeit dann doch etwas zügiger um. Als die Vorgruppe endlich fertig und die Bühne endlich umgebaut worden war, ging es auch schnell los. Es war eine richtig geile Stimmung und Alice dann auch noch so nah zu sein, war einfach super. Aber ihr wißt ja, die guten Sachen gehen immer viel zu schnell um, so auch das Konzert! Naja, ich hatte ja immer noch im Hinterkopf: Du siehst ihn ja bald nochmal und dann auch noch backstage!
Die folgenden Tage waren unerträglich und irgendwie länger als sonst. Ich konnte nur schlecht schlafen, war nervös.. . das ganze Programm. Aber was lange währt wird endlich gut. Es war Dienstag und wir waren sogar schon um 17.30Uhr am E-werk eingetroffen. Auch da wurden erst einmal die Bekannten begrüßt, die wie es sich gehörte, ganz vorne standen. Wir mußten zur Abendkasse um dort unseren Gewinn abzuholen und wir waren sogar die Ersten! Doch dann kam der erste Schlag des Abends: Die Gästeliste des Magazins wo wir gewonnen hatten, war noch nicht da. „Super,“ dachte ich mir, “kannst du die erste Reihe vergessen!“ So war es dann auch! Mit meinem Backstage Pass in der Hand, damit ich den auch bloß nicht verliere, konnte ich mich zwar bis in die vierte Reihe schmuggeln, aber auch keinen Schritt weiter! Jetzt war es 19.20Uhr. Ich stand und stand und stand..... Dann kam der 2. Schlag des Abends...:ich bemerkte kurz vor acht, das mir auf einmal auf die Art und Weise schlecht wurde, die ich nur all zu gut kannte. Ich sagte zu mir: Nein, du bleibst jetzt hier stehen, verdammt... Doch dann wurde alles um mich herum leiser. Ich drehte mich zu meinem Freund um und sagte nur noch: “ Halt mich fest, ich kipp jetzt um!“ Und schon war ich weg. An das erste, an das ich mich wieder erinnern kann, ist ein Sani der sich in irgendeinem Bunker über mich beugt und meinen Blutdruck mißt! Wenn ihr jetzt denkt, das sei schlimm gewesen, dann hört euch das mal an: Ich hatte meinen Backstage Pass verloren. Mein Freund André gab mir seinen und versprach mir, den anderen in der Menge suchen zu gehen. Also sind wir erst einmal wieder rein. Mir war die ganze Sache so unangenehm, dass ich mich mit den hinteren Rängen begnügte. André ging los um den Pass zu suchen, und ihr glaubt es vielleicht nicht, aber er fand ihn! Etwas später dann war es auch wieder soweit und die Tore zu Dragontown wurden geöffnet. Die Show war, wie schon in Essen, absolut genial.
Nach dem Konzert wurden alle die Backstage Pässe hatten, in einen abgesperrten Bereich gebracht und in 4er Grüppchen aufgeteilt. Wir gehörten zu der ersten Gruppe, die zu Alice durfte. Mein Herz pochte wie wild, ich umklammerte mit aller Kraft das Shirt und all die anderen Sachen, die ich Alice mitgebracht hatte. Wir wurden in einen kleinen Raum geführt, wo 2 Mädchen drin waren. Uns wurde gesagt, das wir uns auf eine der Bänke setzen sollten. Als ich mit gesetzt hatte, sah ich was sich hinter den beiden Mädchen befand: Alice Cooper- so als wäre es das normalste der Welt. Er sah mich an und das erste was er sagte war: “Oh, I love this shirt. I have seen it in Essen!“ Ich sagte ihm natürlich sofort, das ich für ihn auch eins mit gebracht hatte. Er war total begeistert und versprach, es noch in der selben Nacht zu tragen. Er setzte sich uns gegenüber und unterschrieb meine Sachen, die eigens dafür mitgebracht hatte. Aber damit nicht genug.. als hätte ihn der Mal- Teufel gepackt huschte er durch den Raum und unterschrieb alles was ihm in die Finger kam. Er wollte gar nicht mehr aufhören. Daher merkte auch kaum einer, das auf einmal ein Mann in den Raum kam, der nichts weiter an hatte, als ein Handtuch. Es war Eric Singer und irgendwie sah er doch etwas verdutzt aus. Nach ihm kam auch Mr. Renfield ins Zimmer. Dann schenkte ich Alice ein Glas, auf dem Homer Simpson als Golfer abgebildet war (ihr wißt ja, das Alice auf die Simpsons steht!). Er war hellauf begeistert und zeigte es direkt Renfield. Der sagte:“Thank you for the Simpsons!“ Und Alice korrigierte ihn: “No, it´s a golf Simpson.! Danach gab ich ihm noch das selbstgemalte Bild von Skunky, was sie mir noch vor dem Konzert gegeben hatte. Auch das stieß direkt auf helle Begeisterung und wurde allen im Raum gezeigt. Am Ende konnten wir noch Fotos machen. Wie schon gesagt, die guten Sachen gehen immer viel zu schnell um. Aber ich weiß jetzt, dass Alice so ist, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe und ich denke, nur ihr könnt verstehen, wie sich jemand fühlt, der sich seit Jahren nichts anderes wünscht, als Alice bzw. seinem Star einmal die Hand zu schütteln und ihn dann sogar mal in den Arm nehmen kann!
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