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Bericht von Bad Reichenhall
Gegen 18.30 Uhr waren noch immer nicht viele Fans da, dafür Ordner, THW, Feuerwehr und Sanitäter samt Notarzt zu Hauf. Man begann mit Bierbänken Einlassschleusen zu bauen, was zum Teil höchst kuriose Züge was die Positionierung in einem mit x bezeichneten Raum mit gegebener Seitenlängen a und b usw. annahm *gg*Â Punkt 19 Uhr war Einlass, die erste Reihe gehörte mir. Gegen 20.45 Uhr waren 3-4 Reihen und einige Sitzplätze im hinteren Teil des Zeltes besetzt, mehr war es aber nicht. Komischerweise strömten dann ungeahnte Massen herbei, von wo auch immer, die das Zelt bis zum Showbeginn um 20.30 Uhr fast voll machten. Ohne Vorgruppe fing es mit Sun Arise als Intro an. Öfters mal was Neues! Der Sound und die Stimmung waren ziemlich gut und das Gedränge hielt sich von der Mitte abgesehen einigermassen in Grenzen. Zu Begrüssung gab es erstmal Hello Hooray, gefolgt von Klassikern wie Billion Dollar Babies, Only Women Bleed, No More Mr. Nice Guy, WtmNm und Die Ballade von Dwight Fry. Die Showelemente begrenzten sich auf obligatorisches Säbel, Stock und Krücken Gerassel, keine Köpfung etc., sondern Rock Non Stop und ohne Werbepause. Alice lief zu Höchstform von Anfang an auf, ob das "alten" Augen make-up ein Jungbrunnen sein mag ? Erfreulich war, dass es auch Stücke gab, die er nicht regelmässig bringt wie Guilty, Lost In America, Desperado und ein geniales Halo of Flies, Long Way To Go, Serious und Public Animal #9. Die Mischung war so ziemlich perfekt und es machte ordentlich Spass. Alice und der Band (ohne Keyboards/ZigZag. Ein Verlust?) offenbar auch, wenn sie vermutlich auch dachten, dass sie in Österreich spielten, denn das stand sogar auf den Shirts die es zu kaufen gab *g* Nach School`s out mit Ballons folgten als Zugabe noch "Raise your hands if you are poison..." (Ein Wunder, dass das Zelt noch steht), Under my wheels, Elected und als einziges Stück vom Dragontown Album Disgraceland, das er als Abschluss als Elvis Imitation im goldfarbigen Paillettenanzug und mit Sonnenbrille absolvierte. Ein weiterer Höhepunkt neben Singers Drumsolo war als die Gitarristen Roxie und Dover mit Singer das Schlagzeug bearbeiteten(!!) während Garric den Bass zupfte. Natürlich war auch Calico mit von der Partie, sie durfte dieses Mal die Auferstehung der schon etwas mitgenommene Puppe die bei Cold Ethyl mal wieder durch den Staub gezogen wurde samt Balletteinlage verkörpern. Danach durfte sie es Papi Cooper auch mal wieder so richtig geben, da der Ärmste die Ballad of Dwight Fry mal wieder in eine Zwangsjacke gesteckt zum Besten geben musste und dabei Mühe hatte im Licht zu bleiben.
Nach gut 90min war der Spuk vorbei, so leid es mir auch dieses Mal wieder tat. Aber der Coop hat es mal wieder geschafft, was sich viele Bands wohl immer wünschen werden: Auch nach über 30 Jahren auf der Bühne die Massen
(und mich natürlich ganz besonders) begeistert in den Bann der Welt des Alice Coopers zu ziehen. © (No)buddy und Coopjack exclusiv für www.palerider.de, Juli 2003 |
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