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Welcome To My Nightmare ???
Dann war es endlich soweit. „Alice Cooper Live from the brutal Planet“, am 18.06.2000 in Neubrandenburg. Bereits gegen 1830 Uhr versammelte sich der harte Kern der Fans vor dem Jahn-Sportforum, um einen guten Platz vor der Bühne zu ergattern. Kurz nach 19 Uhr hatte man es geschafft..........man stand vor der Bühne, auf der in einer guten Stunde ein Traum in Erfüllung gehen würde......................... Die Bühne ist nach alter Cooper-Manier gestaltet und bietet ein totales Chaos - da liegen zwischen alten Autoreifen und rostigen Fässern, Knochen und Gerippe herum, wie es sich für Gruselmeister Alice gehört. Auch seine berühmte Guillotine steht in der Ecke. Punkt 20.30 Uhr - Die Verstärker heulen auf - Ein ohrenbetäubender Lärm erfüllt die Halle - Vier Musiker springen auf die Bühne und haben vor, Musik zu machen. Eine Trash-Metal-Band aus Schweden. Eine halbe Stunde lang Krach und Gebrülle und es geht ein Aufatmen durchs Publikum, als die Band endlich die Bühne verlässt. Danach folgen 15 Minuten Bühnenumbau, Test der Technik und der Instrumente....... 5 Minuten Stille. Die Show beginnt. Ein Eisengestell wird auf die Bühne gefahren und zwei Türen werden geöffnet, hinter denen ein böses Monster eingesperrt ist und die Welt bedroht und verwünscht. Die Musik hämmert los und an den ersten Klängen erkennt man sofort den Titelsong des neuen Albums „BRUTAL PLANET“. Nebelschwaden ziehen in rotem und grünem Licht über die Bühne und im Hintergrund taucht auf einem Podest eine Gestalt im Nebel auf: Alice Und wer noch immer gezweifelt hat, der weiss es jetzt genau. Nach den ersten Tönen der markanten Stimme des Meisters ist die Sache klar. Alice Cooper steht wirklich vor uns. In einem langen, roten Samuraimantel, mit einem Schwert auf dem Rücken, fuchtelt er mit einem Riesenzepter über seinem Kopf herum und blickt dämonisch in den Saal. Der Gesang sowie die Instrumente sind perfekt aufeinander abgestimmt. Neben drei sehr jungen Gitarristen sowie einem Musiker am Synthesizer wird die Band von Eric Singer ( KISS ) am Schlagzeug begleitet, der die richtige Power rüberbringt. Schon nach dem ersten Titel springt der Funke zum Publikum über, was natürlich auch die Band mitbekommt. Nahtlos und ohne Pausen gehen die Titel ineinander über und Alice Cooper ist voll in seinem Element, wie in alten Zeiten. Die Mischung der Titel ist perfekt. Die Band spielt insgesamt 25 Titel aus 10 verschiedenen Alben und alles klingt sehr originalgetreu. Alice bleibt seinem Publikum nichts schuldig. Von seinem neuen Album spielt er 6 Nummern, darunter die fantastischen Titel „PICK UP THE BONES“ und „TAKE IT LIKE A WOMAN“. Als er seinen Welthit „POISON“ anstimmt, kocht der Saal. Plötzlich wird es dunkler und eine Krankenschwester mit einem Kinderwagen taucht auf der Bühne auf. Jeder weis Bescheid. Jetzt kommt der berühmte, berüchtigte Showteil, auf den seine Fans warten. Obwohl er das seit 30 Jahren macht und ihm auch schlechte Kritiken einbringt........... das ist Alice........das gehört dazu......das wollen seine Fans sehen........das muss er machen.................. Man wird ins Jahr 1971 zurückversetzt, wenn er in der Zwangsjacke auf dem Boden kniet und „THE BALLAD OF DWIGHT FRY“ singt. Und es klingt genauso wie damals. Aber auch die spektakuläre Hinrichtung darf natürlich nicht fehlen, der Henker, der den Kopf von Alice ins Publikum hält und dazu der Titel „I LOVE THE DEAD“. Nachdem Alice erfolgreich aus dem Fallbeil befreit ist, denn er war tatsächlich eingeklemmt, stimmt die Band den Instrumentalklassiker „DEVILS FOOT“ an, eine Wahnsinns-Nummer. Aber dann geht es erst richtig los. Jetzt kommen Sie alle - seine großen Hits................ I`M EIGHTEEN , SCHOOLS OUT, BILLLION DOLLAR BABIES, NO MORE MR. NICE GUY, UNDER MY WHEELS, DEAD BABIES, GO TO HELL, ONLY WOMEN BLEED Und erst beim Mitsingen wird mir so richtig klar, ich singe das erste Mal in meinem Leben einen Titel von Alice Cooper........... zusammen mit Alice Cooper. Und dann kommt der Moment, wo er vor mir steht und bei „NO MORE MR. NICE GUY“ das Mikrofon vor meine Nase hält. Der Puls rast........Blutdruck 180............. Jetzt brüllen was das Zeug hält, und bloß nicht aus den Latschen kippen.................. Als nach der Zugabe „ELECTED“ gespielt wird, ist alles klar - gleich ist die Show zu Ende. Fast zwei Stunden, die kein Alptraum waren, sondern ein unvergessliches Erlebnis.........Thank you Alice
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