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Das neue Leben des Vincent Damon Furnier
Metal Hammer 15, 1989

Und Alice, endlich dem Schattenreich der Dämonen entronnen, nicht länger verfolgt von düsteren Schemen, gereinigt durch Blut und Wein, hatte sich niedergelegt zu einem langen Schlaf unter dem Baum der Erkenntnis, der in jenem Lande steht, das da Gegenwart heißt. Und lange schlief Alice, Monate und Monate, ja ein ganzes Jahr ging ins Land, bis endlich das Leben wieder sein Recht verlangte. Alice erwachte mit einem leisen Seufzer unter dem Baum der Erkenntnis, schlug die Augen auf, und siehe, da war Sex. Überall, rund um ihn herum, in den Straßen und hinter verschlossenen Türen, auf den Rücksitzen von Staßenkreuzern und Kleinstwagen, auf Plakaten und in TV-Shows, in Kinos und hinter Büschen. Und Alice richtete sich langsam auf; rieb sich den letzten Schlaf aus den Augen und machte sich voller Wißbegier daran, dieses neue Land zu erkunden, in dem ein Wort mit nur drei Buchstaben so viel bedeutete, daß es alles andere in den Schatten zu stellen schien. Und so wandelte Alice durch Sexyland, jenes Land, das überall ist, in uns und außer uns, jenes Land, zu dessen Bürgern auch wir gehören. Schon bald fand Alice viele Weggefährten, die ihn auf Schritt und Tritt begleiteten, ihm immer dort weiterhalfen, wo andere vielleicht gestolpert wären. Und vieles sah und hörte Alice, noch mehr widerfuhr ihm selbst, und dies alles schrieb er auf, und seine Lieder aus dem Sexyland werden schon morgen auch aus DEINEM Radio klingen!

Auf seinem Weg durch Sexyland stießen zu ihm erlauchte Gefährten aus der Welt der klingenden Muse, Barden, Sangeskünstler, Lautenspieler und Organisten, Tasten- und Mischpult-Hexer aus aller Herren Länder. So wie Steven Tyler und Joe Perry von den Schmieden der Lüfte, Jon Bon Jovi und Kip Winger, ein gestandenes Mannsbild namens Kane Roberts, Richie Sambora, Steve Lukather, Guy Mann-Dude, Tom Hamilton. Joey Kramer, Mark Frazier, Jack Johnson, Paul Chiten, Steve Deutsch, Gregg Mangiafico und viele andere, darunter auch der Prediger der Herren der Neuen Kirche, Stiv Bator. Sie alle hatten viel Kurzweil auf ihrem gemeinsamen Weg, doch nur wenige von ihnen begleiteteten Alice auf die ganze Strecke lang. Und Alice sitzt in einem schönen Büro in Hollywood und erzählt in der schnöden Allerweltssprache des Planeten Gegenwart von seiner Reise in Sexyland, von Desmond und den Liedern.


THIS MANIAC IS IN LOVE WITH YOU
Desmond Child ist der Produzent von TRASH, so der Titel des Tonwerkes, das Alices Erzählungen für jedermann hörbar macht. Die Aufzeichnung geleitet hat Sir Arthur Payson und gemischt haben Steve Thompson und Michael Barbiero. Die ständigen Weggefährten Alices waren zudem John McCurry (guitar), Hugh McDonald (bass), Bobby Chouinard (drums) und Alan St. John.

'TRASH' so spricht Alice, ,,ist mein Wort für alles, was mich an und aufregt. Trash ist das unglaublich gut gebaute Mädchen, das auf dem Sunset Boulevard an mir vorbeiläuft; Trash ist das mitreißende Gefühl, das ich am Steuer eines Autos habe, wenn ich mit hoher Geschwindigkeit über den Highway brause; Trash ist sensationell und beeindruckend. TRASH ist genau der richtige Titel für dieses Album, das ich für das beste halte, was Alice Cooper seit langer Zeit gemacht hat."

Trash ist Sex, pur und ungeschminkt, bizarr und recht gewöhnlich, surreal und einfach schweißtreibend. Und, da es nun mal Alice ist, der ihn besingt, immer auch ein wenig schräg und verquer. Trash ist die Geschichte des verrückten Freaks, eine Mischung aus Glöckner von Notre Dame und wildem Tier, der sich dieses eine ganz bestimmte Mädchen zum Opfer seiner Liebe auserkoren hat. Nun liegt sie nachts wach in ihrem Bett und erschrickt bis ins Mark bei jedem Klopfen an ihrer Zimmertür, denn sie weiß genau: This maniac is in love with you!
Ein anderer Alice, eine andere Zeit, ein anderer Ort:

”1983 oder 1984 war das, da hatten Joe Perry und ich beschlossen, irgendwas zusammen zu machen. Wir waren beide gerade dabei, Alkohol und Drogen Lebewohl zu sagen, also auf Entzug, und entsprechend verliefen unser Versuche, einen Song zusammenzubasteln. Wir zitterten immer noch am ganzen Körper und waren ständig weich in den Knien. Es war einfach unmöglich, wir konnten auf Teufel komm raus nicht schreiben, so daß ich schließlich zu Joe sagte: Okay, come on Mann, vergiß es einfach. Wir sind nicht in der Lage dazu! Und dabei blieb es dann auch.”

Dabei blieb es nicht, denn ein halbes Jahrzehnt später sollten ein cleaner Alice und ein cleaner Joe Perry schließlich doch noch zueinander finden. 'House Of Fire' heißt der Titel, auf dem sein unverwechselbares Gitarrenspiel zu hören ist. “Es machte Spaß, noch einmal als Gesunde miteinander zu arbeiten!”


MIT HAWAII FING ALLES AN...
Das jüngste Leben des Alice Cooper begann im Sommer 1988 an den lieblichen Gestaden von Hawaii, wohin er sich zurückgezogen hatte, um ein wenig von den Strapazen der vorangegangenen World-Tour auszuspannen. ”Eines Tages tauchte dieser Typ von Epic bei uns auf, Bob Pfeiffer, und wollte mich unbedingt für Epic zeichnen. Das Angebot kam mir mehr als gelegen, da ich mit meiner alten Firma MCA eh nicht mehr allzu glücklich war. Nichts gegen MCA, die haben Produktbereiche, in der die Firma hervorragend ist, nur gehörte unglücklicherweise Hardrock und Heavy Metal nicht zu den Stärken der Company. Ich will jetzt gar nicht auseinanderpflücken, was für Fehler wann und wo und von wem gemacht worden sind, Tatsache war einfach, daß die Zusammenarbeit nicht sonderlich gut gelaufen war. Also habe ich das Epic-Angebot dankend angenommen und mich in bestem gegenseitigen Einverständnis von der MCA getrennt - das ist übrigens ausnahmsweise mal keine Leerformel, es hat tatsächlich keine Mißstimmung gegeben.”

Damit war die Zeit der Erholung im Inselparadies schlagartig beendet. “Was immer es auch kosten mag, mach Dir keine Sorgen drum, mach einfach, was DU meinst machen zu müssen, wir bezahlen das schon!" Genau so formulierte Epic das Vertragsangebot, und Alice nahm die Firma prompt beim Wort. Als erstes mußte Producer Desmond Child dran. Bereits wenig später hockten er und Alice zusammen im Studio, und gemeinsam begannen sie, Material zu schreiben. ”Du kannst alles haben, was Du willst... und JEDEN! Das einzige, was Du dafür tun mußt, bring uns Songs, bring uns ein fertiges Album!" Diese Aufforderung von Epic mußte man einfach wörtlich nehmen. Und so kamen Bon Jovi ins Spiel und Richie Sambora. Und all die anderen großen Namen, die auf dem Album-Cover nachzulesen sind.
Und Alice sammelte seine Reisegefährten um sich und mußte feststellen, daß auch Sexyland mit
Überraschungen aufwarten kann.

”lch hatte Immer geglaubt, daß diese Megastars wie Bon Jovi ultracoole Typen seien, arrogant und völlig auf sich und Ihren Star-Status abgefahren, deswegen hatte ich nie ernsthaft damit gerechnet, daß sie sich dazu bereit erklären könnten , mit einem Alice Cooper, im Vergleich zu ihnen eben doch nur ein zweitklassiger alter Rock'n Roller, ins Studio zu gehen, als ich sie darum bat. Mann, wie man sich täuschen kann! Diese Jungs sind wirklich großartige Musiker, die es lieben, wenn sie einfach rausgehen und spielen können. Ich hatte zum Beispiel Richie Sambora gebeten, doch ein klitzekleines Solo für mich zu spielen. Mann, wir haben schließlich stundenlang zusammengesessen, der konnte gar nicht genug bekommen, der hat sich die anderen Sachen angehört und immer wieder gemeint 'Soll ich da nicht auch noch was spielen? Können wir an dem Ding nicht den Gitarrenpart noch mal überarbeiten? Komm schon, Alter, das können wir doch noch ein wenig besser machen’. Diese Jungs gehören ganz eindeutig nicht zu jener Sorte von Musikern, die alles nur des Geldes wegen machen, ins Studio kommen, die Gitarre einstöpseln, ihren Part einspielen und dann wieder gehen. Diese Jungs sind echte Rock 'n 'Roll-Animals, die sind geil auf Studioarbeit, geil auf Livegigs, einwandfreie Rock' n' Roller halt. Kollegen wie Bon Jovi und Richie Sambora bringen's fertig, einen Abend lang in einem riesigen Stadion vor zigtausenden von Leuten zu spielen und nach dem Konzert dann schnurstracks in den nächstbesten Liveclub zu marschieren, um dort vor hundertfünfzig Leuten nochmal 'ne Stunde lang abzurocken. Für die zählt wirklich nur die Musik, und sonst nichts auf der Welt!"

Alice ist immer noch reichlich beeindruckt und scheint eine Menge Spaß im Studio gehabt zu haben, was er auch gern zugibt und was man dem Album deutlich anhören kann. Zugegeben, TRASH klingt ein wenig kommerzieller als CONSTRICTOR oder RAISE YOUR FIST..., aber gleichzeitig auch erheblich frischer und lebendiger. Das sieht die Plattenfirma genauso. Und Alice, der nämlich ist ungeheuer stolz auf seinen ersten Ausflug in Sexyland und dessen Resultate. ”Wir haben der Company genau das gegeben, was sie sich erhofft hatte, drei oder vier potentielle Singles, und wir haben uns trotzdem nicht prostituieren müssen. Die Singles sind absolut nicht wimpy, sondern vielmehr Tracks, auf die ich selbst ungeheuer stolz bin, echte Alice Cooper-Klassiker! Das Album ist trotz des leicht kommerziellen Touches wirklich hart geworden, eine waschechte Hardrock-Platte, nix mit Pop und so. Aber es war auch verdammt wichtig für mich, was fürs Radio dabei zu haben. Ich mein, ich bin ja auch nicht blöd, ich weiß schon recht genau, was ich tun muß, um meine Musik ins Radio zu kriegen, und zwar wesentlich häufiger als zu CONSTRICTOR' oder RAISE YOUR FIST...'-Zeiten. Also hab ich entsprechend geschrieben und es hat 'ne Menge Spaß gemacht!"


SEXYLAND
Vor allem aber hat Alice den Weg heraus gefunden aus dem Land der Dämonen und Henker, der Mörder und Phantome, ist hinein gegangen ins krude Theater der Lüste. Und er genießt die neue Umgebung nach Kräften. ”Naja, ich muß schon zugeben daß ich einen Heidenspaß mit CONSTRICTOR und R.Y.F.A.Y. hatte, mit all dem Blut dem Horror und diesen Alptraum-Geschichten, besonders, als es darum ging, die Songs beider Alben live zu realisieren, die entsprechende Bühnenhandlung aufzubauen. Deshalb bin ich mir auch ziemlich sicher, daß in die neue Show ebenfalls wieder einige klassische Horror-Szenarios eingebaut sein werden, sie werden jedoch das Geschehen nicht mehr dominieren. Und warum auch, nach zwei Alben und zwei Tourneen wird die Sache allmählich langweilig und verkommt
zu einem Stereotyp - für mich ebenso wie für das Publikum. Warum mich also schon wieder selbst kopieren? Alice Cooper hat noch viel zu viele andere Ideen, um sich selbst auf solche Klischees festzulegen. Ich will jetzt Sex. Das neue Album ist in der Thematik sehr stark sexuell ausgerichtet..."


BAYERN UND DIE TEDDYBÄREN...
Der Ausflug in erotische Gefilde nach gewohnt schräger Art eines Alice Cooper könnte ihm allerdings in unseren Landen , besonders südlich der Mainlinie, erneut einige Schwierigkeiten mit der staatlichen Zensur einbringen. Man erinnere sich nur an die letzte Tour, wo in Bayern auf Anweisung der dortigen politischen Autoritäten die Show drastisch entschärft werden mußte, übrigens ein einzigartiger Vorgang während der gesamten Welttour. Selbst im bekannt-berüchtigt-religiös -konservativen amerikanischen Mittelwesten durfte Alice seine Inszenierung uneingeschränkt auf die Bühne bringen.

”Das war eine der unglaublichsten Geschichten, die mir jemals passiert sind. Diese Typen da in Bayern hackten die ganze Zeit auf den Puppen herum, die ich in meiner Show benutzte, und daß diese angeblich schwangere Frauen symbolisieren sollten, denen ich die Föten aus dem Bauch schneide. Die hatten so offensichtlich die Show nie gesehen, daß das alles schon lächerlich wirkte. Die sind wie die letzten Trottel auf die übertriebene Sensationsberichterstattung der britischen Boulevard-Presse (gegen die selbst die BILD-Zeitung häufig genug wie ein bieder-seriöses Blatt wirkt) hereingefallen. Wie auch immer, ich durfte auf keinen Fall die Puppen auf die Bühne bringen. Also habe ich nachgefragt, wie's denn statt' dessen mit Teddybären aussähe, ob ich die denn dürfe,... KEINE TEDDYBÄREN! Eine klare Antwort , die die Presse am nächsten Tag auch reißerisch publizierte." Am Abend des Konzertes flogen dann hundertfach Teddybären auf die Bühne, in die Halle gebracht von all den Kids, die vom Bärenverbot für Alice Cooper in der Tageszeitung gelesen hatten.


DAS BETT MACHT ALLE GLEICH!
Rund zwanzig Songs haben Alice und Desmond für Trash geschrieben. Dazu kommen noch die Songs, die dem Team von anderen Leuten angeboten worden sind. Wie zum Beispiel 'Only My Heart Talking' ,,Den Song haben zwei Typen eines Tages angeschleppt, Chris Roberts der Name des einen. Den Namen des anderen Guys vergesse ich ständig, naja, ist ja auch egal. Jedenfalls haben Desmond und ich uns das Tape angehört und sind übereinstimmend zu der Ansicht gelangt, daß genau sowas auf dem Album noch fehlt. Das einzige, was mich wirklich störte, waren die Lyrics. Die waren absolut nicht von der Art, wie Alice sie singen würde. Okay, die paßten zum Song und alles, aber es war nicht mein Stil, nicht das, was ich gesagt und gesungen hätte. Also haben wir uns den Track nochmal vorgenommen. Desmond hat ihn musikalisch überarbeitet, die Arrangements verändert, und ich habe den Text wieder und wieder überarbeitet. Als das dann alles stand, habe ich Steven Tyler angerufen und ihn gefragt, ob er nicht Lust habe, diesen Song mit mir zusammen zu singen. Mein Gott, auf was ich mich da eingelassen hatte... Ich mußte so hoch wie nie zuvor singen, nur um den tieferen Teil hinzukriegen, weil Stevens Stimme wirklich unglaublich höher liegt als meine, und selbst dann hat er noch 'ne ganze Oktave höher gesungen als ich. Wir haben uns gegenseitig gepusht und bis zum äußersten getrieben... but it was great fun!"

Aus fremder Feder stammt auch der Titelsong Trash. “Dieser Track hatte ursprünglich einen anderen Titel und wurde von einer Bostoner Band geschrieben, die ihn Desmond eines Tages vorspielte. Wir haben uns später dann diesen Track noch mal angehört und ihn auf Anhieb gemocht. Trash ist ein großartiger Rock 'n' Roll-Song, musikalisch wie textlich. Ich habe die Lyrics ein wenig überarbeitet und Desmond die Arrangements, und fertig war das Ding.”

”Was immer Du auch anstellst, wer immer Du auch bist, es ist mir total schnuppe. Mich interessiert es nicht, ob Du Bayerns Ministerpräsident bist oder der Papst in Rom, ob der Senator von Boston oder der Präsident der Vereinigten Staaten, ist mir alles völlige egal. Denn ich weiß genau, wenn Du mit jemandem ins Bett steigst, den Du liebst, dann bist auch Du nur noch Trash, ein Wesen, das von den Haarspitzen bis zu den Zehen nur noch auf eins aus ist, auf puren Sex !” Womit die Kernaussage von Trash, Song wie Album, hinlänglich beschrieben ist: im Bett sind wir eben doch alle gleich, der Kopf ist ausgeschaltet und das Zwischenhirn hat kurzfristig wieder die Herrschaft übernommen. Was Alice allerdings in Sexyland erlebt, ist eben nicht das typische 'boy meets girl'-Klischee des Rock, sondern über weite Strecken reichlich abstrus, surreal, verwirrend und außergewöhnlich. Selbst kleine und ganz alltägliche Liebesgeschichten entpuppen sich auf den zweiten Blick als ganz und gar nicht mehr so normal und alltäglich. Da liebt einer so sehr, daß er den Partner/die Partnerin umbringen muß, so stark ist die Liebe, da werden Häuser aus Feuer gebaut und schwere S/M -Träume phantasiert. 'House Of Fire' ist übrigens ein Titel, den ursprünglich Joan Jett und Desmond geschrieben hatten, und bei dem Alice lediglich die Lyrics veränderte. Und der Song wird gleichzeitig die erste Single.

”Ich bin von Anfang an auf die visuellen Ideen abgefahren, die sich automatisch einstellten, als der Text stand. 'Let's build a house of fire...', das klingt so verdammt surrealistisch, allein die Vorstellung. Ich will versuchen, diese Bilder, die ich mit dem Text verbinde, im Video umzusetzen, aber ich schätze, daß ich dafür einige exzellente Trickspezialisten brauchen werde.” Besagte Trickspezialisten und die altbewährten Bühnendesigner werden auch bei der Inszenierung der neuen Bühnenshow wieder eine große Rolle spielen. Erneut setzt Alice auf ausgefeilte Dramaturgie, auf pures Rocktheater, wenn auch das Stück diesmal ein anderes sein wird.


FINALE
Und Alice fühlte sich immer wohler in Sexyland, wo es so viel zu sehen und zu erleben gab, wo selbst die dunklen Schatten lange nicht so schwarz waren wie in der Welt der Alpträume und Dämonen. Und jeden Abend erzählt Alice allen Freunden neue Geschichten aus der Welt, die Gegenwart heißt, und siehe, diese Geschichten sind so viel besser und frischer als viele von den anderen, die Alice früher zu erzählen wußte. Ihr werdet sie alle lieben, hört also gut zu!

Vorhang zu und ein letzter kurzer Blick nach Hollywood. Dort existiert eine Art Filmmuseum, in dem Original-Filmposter zum Verkauf stehen, Drehbücher aus zig Jahrzehnten, Filmmagazine und was sonst immer das Herz des Movie-Maniacs begehrt. ”Dort sollten wir einige Photos machen mit Alice” hatte der Manager gemeint. So geschah es. Bei der Ankunft am Laden mußte Herr Cooper dann allerdings erstaunt feststellen: ”Ich glaub's einfach nicht, genau hier, in diesen Geschäftsräumen, hatte ich vor zwanzig Jahren mit meiner ersten Band meinen ersten Proberaum!”

Edgar Klüsener

 

 


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